Pappa ante Portas - Kritik


Pappa ante Portas

DE · 1991 · Laufzeit 84 Minuten · FSK 0 · Komödie · Kinostart
Du
  • 8

    Melosine
    Krawehl, krawehl!
    Taubtrüber Ginst am Musenhain
    trübtauber Hain am Musenginst
    Krawehl, krawehl!

    7
    • 7 .5

      Ist schon seltsam, wie das manchmal so läuft.
      Gestern kam im Fernsehen mal wieder dieser Film.
      Und ich war zeitweise echt genervt, habe daher meine frühere Wertung von 8,5 auf 7,5 Punkte abgesenkt. Geschmäcker ändern sich eben...

      Loriot bzw. Vicco von Bülow war ein Perfektionist.
      Das ging so weit, dass er seinen Schauspielern haarklein Instruktionen gab, wie sie zu spielen und zu sprechen hatten, damit die Pointen sitzen. In dieser Hinsicht war er Charlie Chaplin ähnlich. Komisch, wie einem das oft erst viel später auffällt.
      Was mich nun bei erneuter Sichtung nervte ( ich hoffe, jemand kann das nachvollziehen ), ist diese Überbetonung von ganzen Sätzen.
      Dann wiederum gibt es natürlich unvergessliche und sehr witzige Szenen, wo Leute auch ganz normal sprechen.
      Zum Beispiel mit der Putzfrau ( Inge Wolffberg ), wenn beide sich um die Betten kümmern oder Lohse und sie total beschwipst sind.
      Oder das peinliche Aufklärungsgespräch mit dem Sohnemann beim Mittagessen.
      Und auch die Dichterlesung ( mit Loriot in der Rolle des Autors ) ist einfach zum Schreien.
      http://youtu.be/ghbj6iNPfCU

      Fazit: Für gepflegte und intelligente Unterhaltung kann garantiert werden, wenngleich die Inszenierung etwas hausbacken auf mich gewirkt hat.

      16
      • 10

        Zeitloses Meisterwerk!!!

        • 10

          Köstlich pointierter Spaß, nach "Ödipussi" Loriots zweiter Kinohit.

          • 10

            Am Anfang war das Ei. Es steht so da auf dem Frühstückstisch, perfekt, gerade ausgerichtet im Becher, in seiner Schale, weiß und ohne Hühnerkacke außen drauf, aber wir wissen dass Loriot'sche Ei ist eben doch mal innen zu hart, wenn von Menschenhand zubereitet.

            Papa hört der Mama eigentlich gar nicht zu, die x-te Freundin des Sohnemanns führt zum vermeintlichen Aufklärungsge....druckse, die Nachbarn kehren draußen, um Stoff fürs Getratsche zu finden,...

            Genug gesellschaftlichen Stoff hat er wieder gefunden, um uns im Film den ein oder anderen Spiegel vorzuhalten:

            unsere Unzulänglichkeiten, Verwirrtheit, Unaufmerksamkeit, Tratschlust, Besserwisserei, Genervtheit, Korinthenkackerei, alles drin - und jeder sollte sich irgendwo wieder finden.

            Aber machen wir uns nix draus. Hauptsache das Ei steht gerade, falls ein Nachbar mal bei uns reinspinxt. :-)

            Tiefsinniger hat man deutschen Humor kaum gesehen. Danke, Loriot!

            3
            • 6
              james.hetfield.7777 24.02.2018, 01:23 Geändert 15.08.2018, 11:02

              Die Deutschen haben gute Drehbücher, aber es hapert an der Umsetzung. Auch wenn hier Spießerentlarvung das Thema ist, kennt man Loriot/Hamann auch sonst vor allem in hölzernen Rollen, man könnte meinen, sie können nicht anders sein. Dazu bettet der Film in seiner ästhetischen Machart (diese darf man niemals außer Acht lassen!), Gestaltung der Nebenfiguren und Auflösung der Geschichte das Pärchen so harmonisch ein, dass man wirklich nicht mehr von einer Kritik des kleinbürgerlichen Lebensstils sprechen kann. Man fühlt sich eher, wie das in der deutschen Comedy von Gernhardt bis Erhardt so üblich ist, in seiner eigenen Spießer-Schrulligkeit als netten und harmlosen Zeitgenossen gebauchpinselt. Ja, der Humor ist (zumeist) gut. Aber vor diesen ganzen norddeutschen Kleinstädtern will man einfach nach 90 Minuten nur noch davonlaufen. Man hätte aus diesen Ideen ("Der Hund liegt hier wirklich sehr ungünstig"; "Krawehl, krawehl!") ein Mini-Theaterstück basteln können, denn nötig ist die Filmkamera hier an keiner Stelle. Und dann als neues Ende die Demolierung der Wohnungseinrichtung durch das Fernsehteam. (Und es müssten heutzutage natürlich beide Ehepartner in Rente gehen)

              • 10
                Sparrow1980 30.01.2018, 14:45 Geändert 30.01.2018, 15:22

                "Ja, das ist das Schreibmaschinen-Papier"

                Wenn ich mal richtig beschissene Laune habe, dann muss ich nur an diesen Film DENKEN, und ich kriege einen Lachflash. Ich verneige mich zutiefst vor diesem Mann und seinem genialen Humor. Pflichtfilm für mich, mindestens 1x jährlich. Und direkt im Anschluss "Weihnachten mit den Hoppenstedts"

                3
                • 9 .5

                  Einer der besten deutschen Filme überhaupt und um einiges besser als Ödipussi!

                  2
                  • 10

                    "Meikel ... Schäcktsen ... (grübelt) ... Der war Box-Weltmeister im Halbschwergewicht! Aber dann hat ihn Eddy Alersmeier nach Punkten geschlagen. Das war 1952. Komisch, für sowas habe ich ein Gedächtnis."

                    14
                    • 8 .5

                      Mein Name ist Lohse, ich kaufe hier ein!

                      6
                      • 8 .5

                        "Ich wohne hier !!!!"

                        Danke

                        3
                        • 8

                          Ich mag Loriots Filme - vielleicht manchmal etwas altmodisch - aber einige Szenen in "Pappa ante Portas" sind großartig gelungen .... z. B. wenn das Fernsehteam über das gutbürgerliche Heim der Familie Lohse herfällt und das ganze in ein irres Chaos verwandelt.

                          1
                          • 9

                            Coporate Talk geht mir echt auf den Sack. Die armen Angestellten von Großunternehmen müssen ihren blödsinnigen Text runtersagen, von dem sie wissen, dass er dem Gegenüber zu über 80% auf den Nerv geht. (Aber sie müssen es leider tun, ob sie wollen oder nicht)

                            INT Nacht Shell-Tankstelle

                            (eze hat gerade getankt und möchte an der Kasse bezahlen)
                            - Angestellte: "Guten Abend bei Shell, möchten sie noch einen Kaffee oder Schokoriegel haben, die Twix sind im Angebot."
                            - Ich: "Mein Name ist Lohse, ich tanke hier."
                            (leider wurde diese Filmreferenz nicht verstanden, jedoch benutze ich diesen Text, in angepasster Variation, sollte ich wieder mit Corporate Talk angesprochen werden)

                            8
                            • 3 .5
                              thenerd 10.10.2016, 21:44 Geändert 10.10.2016, 21:44

                              Langweillig. Naja, ich war nie ein Loriot-Fan.

                              • 8
                                Heckenritter 01.10.2016, 13:49 Geändert 01.10.2016, 13:58

                                quietsch quietsch fidel fidel
                                .... hüstel... ähem..... räusper...
                                .... knarz .... knirsch.... knarzzz....
                                ................!.............................?.......
                                ....................MELOSINE.................
                                ...............?.....................?...............
                                ..........KRAWEHL KRAWEHL !!!!!!!!!
                                TAUBTRÜBER GINST AM MUSENHAIN
                                ... oder war es trübtauber Hain am Musenginst? Wie soll man sich denn konzentrieren bei dem nervigen Lederjackengeknarze? Ob 22 Gedichte
                                aus dem Zyklus des was-auch-immer und die Sommersonate wohl lange
                                dauern?

                                Zu meinem 80. Geburtstag werde ich die Knallerschoten aus Loriots
                                Filmleckerli immer noch auswendig mitbeten können. Da soll noch einer
                                sagen, es gäbe keine intelligenten deutschen Komiker. Zumindest gab es einen. Was für ein Verlust!!!!! Vicco von Bülow ist nicht zu ersetzen, was bleibt sind seine Sketche, die Bücher, zwei Filme und die Gewissheit, dass es Loriot gegeben hat. Mann... wie traurig ich war als er starb. Keiner konnte die ganz alltäglichen Dinge so grandios auf die Schippe nehmen wie er. Und so clever! Wie er viele ernsthafte Themen mit einstreute, so wie hier, das anrückende Alter mit Tüdeligkeit und verzweifelter Beschäftigungssuche für den angehenden Rentner, die typischen Spannungen und Fehlkommunikation in der Familie, das passiv aggressive Verhalten durch unbehandelte Problemchen und so weiter. Überall Seitenhiebe auf die starren Verhaltensweisen einer Generation, die in einer ganz anderen Zeit aufgewachsen ist und keine Chance hat, sich aus diesen Fesseln der verkrampften Sonderlichkeit zu befreien. Überall echte Sorgen die jeder kennt mit Vokabelspaß und verdutzt entrückten Gesichtern. Was für ein seltsam verspultes
                                Gespann Evelyn Hamann und Vicco bildeten, über alle Altersgrenzen hinweg krochen die Leute vor Lachattacken gebeutelt auf dem bordeauxroten Kinoteppich meiner Ex-Kleinstadt. Unglücklicherweise war Pappa in meinem Kopf noch so dermaßen präsent, den
                                zu gucken war eigentlich überflüssig. Eigentlich. Denn der Vollhonk Hans Peter Korff aus "Neues aus Uhlenbusch", der norddeutschesten aller norddeutschen Kinderserien, mit seinem spießig vorwurfsvollen Gebrabbel und seiner Schreckschraube von Ätzfrau hatte ich total vergessen.
                                Hedwig... du bist das Schärfste was mir je zwischen Borkum und Heringsdorf begegnet ist! Sorry! Ist mir so rausgeflutscht. Oha, die Zeit wird knapp, die Spaghetti bei Penny sind gerade im Sonderangebot. Wenn ich 32 mal mit Rucksack und Ikea Tragetasche hin und her laufe, kann ich... momentchen... 1280 Packungen nach Hause schleppen.
                                50 Cent gespart pro Portion, das macht mal eben 640 €. Yes... an
                                einem einzigen Tag eingespart!! Wo ich so drüber nachdenke, könnte
                                ich Klopapier zentnerweise bestellen, das gibt ordentlich Rabatt, auf
                                den Pott muss ich sowieso jeden Tag, der nächste Urlaub kostet
                                dann gar nichts, ätsch! Kann nicht jeder so superklug sein wie meinereiner. Jetzt aber hurtig zum Supermarkt.

                                15
                                • 9

                                  Ein toller Film, den wir bereits x-mal gesehen haben. Vor allem weil er so haarscharf an der Realtät ist.
                                  Wie nah, haben wir bei unserer ersten Begegnung mit dem Film im Kino erlebt. Wir waren Wochentags mittags im Kino.
                                  Ausser uns eine rund 30-köpfigen Schar betagter Damen und Herren. Während wir uns vor lachen kugelten und japsend nach Luft rangen, rührte sich bei den älteren Herrschaften zunächst nichts und anschliessend machte sich erst leise und dann immer lautstärkere Empörung breit.
                                  Als Höhepunkt verliessen einige aus der Gruppe vorzeitig das Kino.

                                  Offensichtlich hat Loriot ihren Ruhestand und die damit verbundenen Tücken so genau persifliert, dass sie sich dabei ertappt fühlten.
                                  Wir denken lachend daran, wann immer wir den Film erneut sehen.

                                  3
                                  • 8

                                    "Pappa ante Portas" ist noch besser geworden als sein Vorgänger "Ödipussi".
                                    Der Film hat etwas mehr Tempo und die Dialog sind auch in vielerlei Hinsicht lustiger. Allein die Schlussszene auf Usedom ist ein Juwel und witziger als alle Till Schweiger "Komödien" zusammengenommen ("Gehörst du auch zur Familie? "Nee!" "Schwein gehabt.").
                                    Es ist schon merkwürdig: Jedesmal wenn ich einen Text über Loriots Werk lese, erinnert mich das daran wie witzlos die meisten heutigen Comedians doch sind. (man denke nur an Mario Barth oder den unsäglichen Pocher)
                                    Es ist wohl so, dass die alte Garde der Komödianten eben doch diesen besten waren, also nicht nur Loriot, sondern auch Leute wie Frankenfeld, Heinz Erhard oder auch Rudi Carrel.
                                    Mit Loriot ist der letzte Vertreter dieser Generation von uns gegangen und hat eine Lücke hinterlassen, die wohl von niemanden so schnell wieder gefüllt werden wird.
                                    Aber zum Glück bleiben uns Filme wie dieser, die nie ihren Witz verlieren, weil ihre Charakterzeichnungen einfach zeitlos sind, ebenso wie bei Loriots Fernsehsketchen.
                                    "Pappa ante Portas" ist fast schon ein kleines Meisterwerk, ohne Macken, aber mit jeder Menge Lachern und Dialogen, die man sich am liebsten alle merken möchte.
                                    Ich hoffe, dass dieser Film so schnell nicht vergessen werden wird, denn er hat es verdient zum Klassiker zu werden!

                                    2
                                    • 10
                                      The Woman 23.09.2015, 11:52 Geändert 23.09.2015, 11:56

                                      Er ist verheiratet, Vater eines 16jährigen Sohnes und mit Leib und Seele Einkaufsdirektor der Deutschen Röhren Ag.
                                      Ganz im Sinne eines guten, Deutschen Mitarbeiters, ist Herr Lohse immer daruf bedacht Geld zu sparen, wo es geht. Im Laufe der Jahre hat er sich diesbezüglich ein Wissen angeeignet, das seines Gleichen sucht.
                                      Was passiert mit so einem Mann, wenn man ihm eine seiner Existenzgrundlagen, nämlich seine Arbeit wegnimmt?
                                      Er optimiert den Haushalt und das Privatleben mit seinem unermesslichen Wissen und treibt damit seine Frau in den Wahnsinn. Dabei will er doch nur das, was die meisten Menschen wollen: Nicht nutzlos sein und einen Sinn in ihrem Leben haben!

                                      Loriot ist es immer gelungen, aus dem Leben gegriffene, teils banale, ja sogar klischeehafte Geschichten so aufzuarbeiten, dass man sich oder jemand anderen wiedererkennt. Er macht sich nicht lustig, sondern gibt genaue Beobachtungen überspitzt wieder und genau das macht seinen einzigartigen, wahnsinnig klugen Humor aus.
                                      Auf die Frage, ob er sich auch vorstellen kann etwas für das Ausland in Englisch zu machen, war seine Antwort sinngemäß: Das wird nicht funktionieren, weil meine Geschichten nur deswegen so lustig sind, weil die Deutsche Sprache im Grunde saukomisch ist. In Verbindung mit dem Deutschen Klischee des Spießbürgers funktioniert das wunderbar, in einer anderen Sprache kann ich mir das nicht vorstellen.
                                      Da hat er recht, wenn ich da an "Auslegeware" denke, da ist das Wort ansich ja schon zum totlachen.

                                      Dieser Film ist vielleicht das witzigste, was er je gemacht hat, wobei ich da absolut nicht objektiv sein kann, weil ich diesen Mann schon immer verehrt habe und einfach alles was er gemacht hat, zum Schreien komisch finde.
                                      Er war übrigens auch ein ganz ausgezeichneter Künstler.
                                      Abseits seiner Kartoffelnasen-Männchen hat er wirklich tolle Bilder und Portraits gemacht, dazu hat noch eine Oper inszeniert und, und, und, ein einfach grandioser Künstler durch und durch.
                                      Loriot hatte immer einen Schalk im Nacken, dieser blitzte bis zum hohen Alter immer in seinen Augen auf und ich bedauere es wahnsinnig, dass ich diesen Mann nicht persönlich kennenlernen durfte, er war ein ganz großer!

                                      Nun ist das hier eher eine Lobhudelei auf Loriot selbst geworden, statt auf den Film, aber ich denke das passt schon. Dieser Film und viele andere Sachen von ihm, hellen immer meinen Tag auf, wenns mal nicht so läuft.
                                      Da macht es nix, dass ich alles von ihm mit Sicherheit schon über 500 mal gesehen habe.....In diesem Sinne:

                                      "Birne Helene"

                                      "Was machst du denn hier?"
                                      "Entschuldige, ich wohne hier!"
                                      "Aber doch nicht jetzt, um diese Zeit!"

                                      "Alle Leute um uns herum können dich genau verstehen......nur verstehe ich dich überhaupt nicht!"

                                      "Männer sind.....und Frauen auch! Überleg dir das mal....grade weil ich es gut mit dir meine."

                                      11
                                      • 10

                                        Kaum ein Film, den ich so oft gesehen habe und vor allem immer wieder sehen kann!
                                        Danke Herr Lohse!!! ;-)

                                        2
                                        • 8

                                          Gerade heute, wo der deutsche Humor schon lange in amerikanischer Hand ist und ich die Formate viel zu oft als unlustig, bemüht und geschmacklos empfinde, fällt mir beim Stöbern im DVD-Regal dieser Klassiker ins Auge. Auch wenn die beiden Hauptakteure nun den Großmeister da oben zum Lachen bringen, sind ihre Werke unsterblich. Nachdem "Ödipussi" ein wenig trocken in seiner Machart gewesen war, kann man "Pappa ante Portas" als den unterhaltsameren Filmoutput von Loriot ansehen, der aus seinen kleinen Fehlern gelernt hat und viel mehr Dynamik in sich vereint.

                                          Ganz anders als die Wortwitzkanonade vom Komikerkonkurrenten Otto ist Loriots Repertoire weniger lose, mehr kleinbürgerlicher, aber oftmals durch seine trockene und absurd übersteigerte Art und Weise einfach nur liebenswert witzig. Mit dem Film ist Loriot der Spagat zwischen feingeistigem Witz und dem "Von der Leine lassen" gelungen, in dem Evelyn Hamann auch mal ordentliche Wutausbrüche gestattet sind - und so gipfelt es in einer markanten Szene, in der sie auf dem Treppenaufsatz ein gelungenes "Meine Mutter!" schwadroniert.

                                          Loriot selbst verließ sich da eher auf seine verschiedenen Rollen, in die er schlüpfte und bleibt sogar noch in jeder einzelnen brav innerhalb derer Charaktergrenzen. Während er seine ewige Filmpartnerin angemessen fordert, begibt sich Herr von Bülow auch mal in andere Figuren hinein, um sich selbst auch mal den ein oder anderen Ausbruch zu gönnen. Ein Lothar Frohwein etwa ist da schon eine eigene Marke, die ich sehr gerne immer wieder zitiere ("Kraweel! Kraweel!").

                                          Man könnte vielleicht kritisieren, dass der Story formell ein kleines bisschen die Linie fehlt, doch das ist Meckern auf hohem Niveau. Die Einzelszenen sind so einprägsam gestaltet worden, dass man sich eh lieber an den Zitaten und der Gagdynamik aufzieht, und das funktioniert hier oftmals prächtig.

                                          "Pappa ante Portas" ist einfach ein zeitloses Komödienwerk, dass man sich immer wieder mal hervorholen kann, um den Witz zu genießen. Nach dem etwas staubtrockenen Filmdebüt hatte Loriot bewiesen, dass ihm auch abseits des Fernsehens ein sehr unterhaltsames Ganzes gelingen kann. Und da freue ich mich schon auf die nächste Stöbertour in meinem Regal...

                                          5
                                          • 8
                                            Theokrat 09.07.2015, 15:16 Geändert 09.07.2015, 15:24

                                            Entweder man liebt diesen Humor oder man hasst ihn^^

                                            Hier ein paar Hilights:
                                            http://www.youtube.com/watch?v=wClVIv9yhvo
                                            http://www.youtube.com/watch?v=caN_ifYv1oo
                                            http://www.youtube.com/watch?v=5PLVVAv-grc

                                            2
                                            • 8

                                              Einer der Großmeister des trockenen und pointierten Humors der hier beweist, wie unfassbar lustig das altäglich Spießbürgertum sein kann. "Was machst du denn Hier? - entschuldige mal bitte ich wohne hier! -Aber doch nicht JETZT!"

                                              5
                                              • 8 .5

                                                Eigentlich ist es schade, dass Loriot nur zwei Spielfilme gedreht hat -er kann sein großes Talent zweifelsfrei auch sehr gut auf die Kinoleinwand übertragen. Der Humor ist genial, der Film kurzweilig. Der Handlungsaufbau ist zwar nichts neues, funktioniert aber.

                                                • 6

                                                  Der Film ist ganz oke, man schmunzelt doch regelmäßig, aber so richtig der Renner ist der nicht.

                                                  • 7

                                                    " Mein Name ist Lohse, ich kaufe hier ein."
                                                    Der Humor von Loriot ist sicherlich nicht jedermanns Geschmack; und auch ich konnte mit den meisten seiner TV-Arbeit nichts anfangen. Doch dieser Film hier hat mir richtig gefallen. Schön absurd witzig.

                                                    2
                                                    Queen Helene Cream Cocoa Butter 15 oz | Marvin stepujący koń | Apes Revolution - Il pianeta delle scimmie