Outlaw King: Das müsst ihr über den Netflix-Film mit Chris Pine wissen


Chris Pine in Outlaw King
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Falls einem der Name Robert the Bruce schon einmal untergekommen ist, dann wahrscheinlich im Oscar-gekrönten Film Braveheart, über den schottischen Freiheitskämpfer William Wallace. Robert the Bruce wird darin stark fiktionalisiert von Angus Macfadyen in einer Nebenrolle verkörpert. Nun bekommen wir mit Outlaw King von Regisseur David Mackenzie (Hell or High Water) einen Film, der Robert (gespielt von Chris Pine) ins Zentrum der Handlung rückt und sich näher an den historischen Fakten orientiert. Was genau Robert the Bruce zu einer so berühmten Persönlichkeit in der schottischen Geschichte machte, versuchen wir in diesem Artikel zu klären.

Um was geht es in dem Netflix-Film Outlaw King?

Outlaw King erzählt die Geschichte von Robert I. (* 1274; † 1329 ), besser bekannt als Robert the Bruce, der von Jahr 1306 bis zu seinem Tod König von Schottland war. Der Outlaw King zeigt seinen Weg zur Krone und seinen Kampf in den Schottischen Unabhängigkeitskriegen. In diesen versuchten nacheinander die englischen Könige Edward I. (gespielt von Stephen Dillane) , Edward II. und Edward III., das Königreich Schottland zu unterwerfen.

Roberts Anspruch auf den Thron und die erste Ehe

Roberts Vater Robert Bruce, Earl of Carrick (gespielt von James Cosmo) stammte einer königlichen Linie ab, die bis zum König von Schottland David I. zurückreichen soll und damit Roberts späteren Anspruch auf die Krone Schottlands begründete. 1295 heiratete Robert seine erste Ehefrau Isabella von Mar. Ihre gemeinsame Tochter Marjorie (gespielt von Josie O'Brien) gebar 1316 den zukünftigen König Robert II.

Weshalb bezeichnet der Film Robert the Bruce als Outlaw (Abtrünnigen)?

Robert the Bruce schwor 1296 zusammen mit seinem Vater dem englischen König Edward I. die Treue. Ein Jahr später brach er diesen Schwur bereits, als es sich einer Revolte gegen die englische Krone anschloss und die Ländereien von John de Warenne, einem getreuen von Edward I., verwüstete. Wenig später entzog Edward I. Robert seine Herrschaftsrechte.

Robert the Bruce: Guardian of Scotland

1298 trat William Wallace von seinem Amt als Guardian of Scotland zurück. Über diesen nicht erblichen temporären Titel übten ihre Träger im Königreich Schottland die Regentschaft aus. In der Folge teilten sich Robert the Bruce und John Comyn (gespielt von Callan Mulvey) das Amt. Da Comyn ebenfalls die Krone Schottlands beanspruchte, bahnte sich ein Konflikt zwischen den beiden an. Diesen versuchte man zu entschärfen, indem man William de Lamberton, Bischof von St Andrews (gespielt von Paul Blair), als dritten neutralen Wächter ins Amt hob.

Erneute Unterwerfung, zweite Heirat und der Pakt

Etwa 1302 hatte sich Robert the Bruce, nach verlustreichen Schlachten, erneut der englischen Krone gebeugt. Noch im selben Jahr heiratete Robert seine zweite Frau Elizabeth de Burgh (gespielt von Florence Pugh), die Tochter von Richard de Burgh (gespielt von Jonny Phillips).

Nachdem 1303 Edward I. zum wiederholten Male in Schottland einmarschierte und 1304 beinahe das ganze Land kontrollierte, unterwarfen sich, bis auf William Wallace, alle schottischen Adligen der englischen Krone. Im selben Jahr schlossen Robert the Bruce und William de Lamberton einen Pakt, für die Freiheit Schottlands einzutreten.

Das Ende von William Wallace

Im August 1305 wurde William Wallace in der Nähe von Glasgow gefangen genommen und in London brutal hingerichtet. Dadurch wurde Wallace zum Märtyrer und Edward I. legte damit selbst den Grundstein für weitere Aufstände seitens der Schotten.

Der Dolchstoß von Dumfries und die anschließende Krönung

Im Jahre 1306 verletzte Robert the Bruce bei einem Streitgespräch in der Franziskanerkirche von Dumfries John Comyn schwer mit einem Dolch. Sein Begleiter Sir Roger de Kirkpatrick beendete schließlich Comyns Leben. Nach dem Mord auf heiligem Boden wurde Robert von Papst Clemens V. mit einem Kirchenbann belegt und er verlor die Unterstützung seitens der englischen Krone. Er entschied sich umgehend in die Offensive zu gehen und sich zum König von Schottland krönen zu lassen.

Die Eroberung Schottlands, der Nationalheld und der Tod

Als König ohne Königreich bemühte er sich zunächst erfolglos, sein Land zurückzuerobern. Erst nachdem 1307 Edward I. starb, wendete sich das Blatt. Seine ersten großen Siege gegen die Engländer errang er in der Schlachten bei Glen Trool und Loudoun Hill. 1308 besiegte er in der Schlacht bei Inverurie den Earl of Buchan (gespielt von Kevin Mains) und sein langjähriger Waffengefährte James Douglas (gespielt von Aaron Taylor-Johnson) eroberte 1313 die Stadt Roxburgh.

Schließlich gelang ihm 1314 in der Schlacht von Bannockburn mit 9000 Schotten Stirling Castle gegen eine Übermacht von 25.000 Engländern zurückzuerobern. Er avancierte zum schottischen Nationalhelden und wurde endgültig als König von Schottland akzeptiert. Noch zu Roberts Lebzeiten wurde die Unabhängigkeit Schottlands vom englischen König Eduard III. anerkannt.

Robert the Bruce starb am 7. Juni 1329 im Alter von 55 Jahren in Folge einer historisch nicht genau überlieferten Krankheit.

Seit heute, dem 09.11.2018 ist Outlaw King auf Netflix verfügbar. Ihr könnt euch also selbst ein Bild davon machen, ob der Film die wahren Begebenheit mit den Ansprüchen eines actionlastigen Historiendramas vereint. Noch mehr neue Filme bei Netflix findet ihr in unserer Übersicht.

Könnt ihr euch Chris Pine als geächteten schottischen König Robert the Bruce vorstellen?

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